Gold Elektrolyt - Goldbad 4 Gramm/Liter
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Produktinformationen "Gold Elektrolyt - Goldbad 4 Gramm/Liter"
Gold Elektrolyt 4 g/L – für Stiftgalvanik, Tampongalvanik und Badgalvanik
Produktbeschreibung
Dieses Gold-Elektrolyt mit einem Goldgehalt von 4 g/l ist für die galvanische Goldbeschichtung geeigneter Werkstücke vorgesehen. Es ermöglicht die Abscheidung einer hochwertigen Goldschicht und eignet sich bei entsprechender Systemkompatibilität sowohl für die klassische Badgalvanik als auch für geeignete Anwendungen der Tampongalvanik beziehungsweise Stiftgalvanik.
Das Elektrolyt ist für Anwender bestimmt, die metallische Oberflächen gezielt vergolden möchten. Die erreichbare Schichtqualität und Abscheidegeschwindigkeit hängen von den Betriebsbedingungen, der Vorbereitung des Werkstücks und dem verwendeten Beschichtungsverfahren ab.
Wichtiger Hinweis: Dieses Produkt enthält Kaliumcyanid. Beachten Sie vor der Verwendung unbedingt das aktuelle Sicherheitsdatenblatt sowie die geltenden Schutz- und Anwendungsvorschriften.
Vorteile und Eigenschaften
Gold-Elektrolyt mit 4 g/l Gold
Für geeignete galvanische Goldbeschichtungsverfahren
Bei bestätigter Kompatibilität auch für geeignete Tampongalvanik-Systeme verwendbar
Goldabscheidung mit einem angegebenen Goldgehalt von 99,9 %
Kontrollierbare Betriebsparameter für die fachgerechte Anwendung
Technische Angaben zur Abscheidegeschwindigkeit, Schichtdicke und Badpflege
Nachdosierung mit geeignetem Gold-Nachfüller möglich
Für professionelle Anwender und sachkundige Anwender mit geeigneter technischer Ausstattung
Technische Daten
| Eigenschaft | Angabe |
|---|---|
| Produkttyp | Gold-Elektrolyt |
| Goldkonzentration | 4 g/l |
| Empfohlener Temperaturbereich | 18–40 °C |
| Empfohlener pH-Wert | 4,3–4,5 |
| Referenz-Stromdichte | 0,01 A/cm² |
| Empfohlener Stromdichtebereich | 0,008–0,012 A/cm² |
| Referenz-Abscheidegeschwindigkeit | 0,15 µm/min |
| Referenzbedingungen | 20 °C und geringe Bewegung |
| Angegebene maximale Schichtdicke | 4 µm |
| Goldgehalt der abgeschiedenen Schicht | 99,9 % |
| Angegebene Härte der Goldschicht | 190–210 HV |
| Dichte der abgeschiedenen Schicht | 19,3 g/cm³ |
| Kathodenwirkungsgrad | ca. 25 % bei 0,01 A/cm² |
| Innere Spannung | Mittel |
| Empfohlene maximale Badlebensdauer | ca. 5–6 Goldumsätze |
| Lagerfähigkeit | 1 Jahr |
| Lagerung | Vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt |
| Gefahrenhinweis | Enthält 0,15 % Kaliumcyanid |
| Transport | Laut vorliegenden Angaben keine Einstufung als Gefahrgut für den Transport; aktuelle Versandvorgaben prüfen |
Die Angaben zur Schichtabscheidung beziehen sich auf die genannten Referenzbedingungen. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Werkstück, Vorbehandlung, Stromverteilung, Temperatur, Bewegung und verwendetem Beschichtungsverfahren abweichen.
Betriebsparameter für die Badgalvanik
Stromdichte
Als Referenzwert wird eine Stromdichte von 0,01 A/cm² angegeben. Der empfohlene Bereich liegt bei 0,008–0,012 A/cm².
Die geeignete Stromdichte ist abhängig von der Geometrie des Werkstücks, der wirksamen Oberfläche und den Bedingungen im Bad. Zu hohe oder ungeeignete Betriebswerte können die Qualität der Goldschicht beeinträchtigen.
Temperatur
Der angegebene Temperaturbereich liegt zwischen 18 und 40 °C. Als Referenz für die angegebene Abscheidegeschwindigkeit dienen 20 °C bei geringer Bewegung.
Die Temperatur beeinflusst die Abscheidegeschwindigkeit und das Verhalten des Elektrolyten. Für reproduzierbare Ergebnisse sollten die Betriebsbedingungen möglichst konstant gehalten werden.
pH-Wert
Der angegebene pH-Bereich beträgt 4,3–4,5. Der pH-Wert sollte im vorgesehenen Betriebsbereich gehalten werden. Korrekturen dürfen nur nach einer geeigneten, für dieses Produkt freigegebenen Vorgehensweise erfolgen.
Abscheidegeschwindigkeit und Schichtdicke
Bei einer Stromdichte von 0,01 A/cm², einer Temperatur von 20 °C und geringer Bewegung wird eine Abscheidegeschwindigkeit von etwa 0,15 µm/min angegeben.
Die angegebene maximale Schichtdicke beträgt 4 µm. Die tatsächlich erreichbare Schichtdicke hängt von den Betriebsbedingungen und dem Zustand des Elektrolyten ab.
Wichtig: Diese Referenzwerte gelten nicht automatisch für die Tampongalvanik. Bei der Stiftgalvanik sind die tatsächliche Stromdichte und die Ergebnisse unter den jeweiligen Anwendungsbedingungen gesondert zu beurteilen.
Anwendung für die Tampongalvanik und Stiftgalvanik
Bei der Tampongalvanik wird der Elektrolyt mithilfe einer geeigneten Elektrode und eines mit Elektrolyt benetzten Tampons auf die zu beschichtende Oberfläche übertragen. Das Verfahren eignet sich insbesondere für örtlich begrenzte Vergoldungen und Ausbesserungsarbeiten, bei denen das gesamte Werkstück nicht in ein Galvanikbad eingetaucht werden soll.
Die Verwendung dieses Elektrolyten in einem Stiftgalvaniksystem setzt voraus, dass der Elektrolyt für das betreffende Gerät und dessen Betriebsweise geeignet ist.
Benötigtes Zubehör
Geeignetes Stiftgalvanik- oder Tampongalvanikgerät
Für den Elektrolyten geeignete Graphit- oder Platinelektrode
Passender Tampon beziehungsweise Elektrodenüberzug
Gold-Elektrolyt mit 4 g/l Gold
Geeignete Gleichstromversorgung
Persönliche Schutzausrüstung entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt
Anleitung zur Anwendung
1. Werkstück vorbereiten
Die Oberfläche gründlich reinigen und entfetten. Abhängig vom Grundmaterial und vom Beschichtungsaufbau kann eine geeignete Aktivierung erforderlich sein. Die Vorbereitung muss zum Werkstoff und zum verwendeten Galvanikverfahren passen.
2. Elektrode und Tampon vorbereiten
Eine für den Elektrolyten geeignete Graphit- oder Platinelektrode verwenden. Den passenden Tampon gemäß den Vorgaben des Geräteherstellers mit Elektrolyt benetzen. Der Tampon sollte während der Anwendung ausreichend feucht bleiben, darf jedoch nicht unkontrolliert tropfen.
3. Elektrischen Anschluss prüfen
Bei der üblichen galvanischen Metallabscheidung wird das Werkstück als Kathode am Minuspol angeschlossen und die geeignete Arbeitselektrode am Pluspol. Maßgeblich sind die vorgesehene Betriebsweise des Gerätes und die Freigabe für den konkreten Elektrolyten.
4. Spannung einstellen
Eine Gerätespannung ab 4 V kann als Ausgangspunkt infrage kommen, sofern sie für das verwendete Stiftgalvaniksystem und diesen Elektrolyten freigegeben ist. Die Spannung ist kein universeller Sollwert: Die tatsächlich fließende Stromstärke und die Stromdichte hängen unter anderem von der Kontaktfläche, dem Anpressdruck, der Tamponbenetzung und dem elektrischen Widerstand ab.
5. Vergolden
Den benetzten Tampon gleichmäßig über die vorbereitete Fläche führen. Auf eine gleichmäßige Bewegung, ausreichende Benetzung und einen stabilen elektrischen Kontakt achten. Den Tampon nicht trockenlaufen lassen. Die geeigneten Betriebswerte sind anhand der Herstellerangaben des Gerätes und der konkreten Anwendung festzulegen.
6. Ergebnis kontrollieren
Die Gleichmäßigkeit und Haftung der Goldschicht kontrollieren. Die erreichbare Schichtdicke und Abscheidegeschwindigkeit können von den Werten der Badgalvanik abweichen.
Wichtige Hinweise zur Tampongalvanik
Die Referenz-Abscheidegeschwindigkeit von 0,15 µm/min bei 0,01 A/cm² darf nicht ohne Prüfung auf die Tampongalvanik übertragen werden. Die Angaben zur maximalen Schichtdicke und zur Schichtqualität sind ebenfalls unter den jeweiligen Anwendungsbedingungen zu beurteilen.
Graphit- und Platinelektroden dürfen nur verwendet werden, wenn sie mit dem Elektrolyten und dem eingesetzten System kompatibel sind.
Gold-Nachdosierung und Badpflege
Während der galvanischen Beschichtung wird Gold aus dem Elektrolyten abgeschieden. Mit zunehmender Nutzung sinkt daher die verfügbare Goldmenge im Bad. Für die Nachdosierung ist ein geeigneter Gold-Nachfüller mit einer angegebenen Goldkonzentration von 16 g/l vorgesehen.
Die erforderliche Nachdosierung hängt vom tatsächlichen Goldverbrauch, dem Badvolumen und dem Zustand des Elektrolyten ab. Die folgenden Angaben dienen der Berechnung der Goldumsätze und des rechnerischen Goldverbrauchs.
Berechnung der Goldumsätze
Ein Liter frisches Elektrolyt mit 4 g/l enthält anfänglich 4 g Gold.
| Goldumsätze | Rechnerischer Goldverbrauch | Gold-Nachfüller mit 16 g/l |
|---|---|---|
| 1 Umsatz | 4 g Gold | 250 ml |
| 5 Umsätze | 20 g Gold | 1.250 ml |
| 6 Umsätze | 24 g Gold | 1.500 ml |
Die Tabelle bezieht sich auf einen Ausgangsliter Elektrolyt und die rechnerische Nachdosierung der entsprechenden Goldmenge. Sie ersetzt keine Prüfung der tatsächlichen Badkonzentration und des Badzustands. Das Nachfüllen sollte nach einer für das Produkt geeigneten Berechnung und unter Berücksichtigung des Flüssigkeitsvolumens erfolgen.
Als empfohlene maximale Badlebensdauer werden etwa 5–6 Goldumsätze angegeben. Dies ist ein Richtwert und keine Garantie für eine gleichbleibende Badqualität über diesen Zeitraum.
Verdunstung und Flüssigkeitsverluste
Verdunstungsverluste können den Flüssigkeitsstand und die Konzentration des Bades verändern. Nach den vorliegenden Anwendungshinweisen soll der Flüssigkeitsverlust am Ende des Arbeitstages mit deionisiertem Wasser ausgeglichen werden, sodass der ursprüngliche Flüssigkeitsstand wieder erreicht wird.
Nicht jeder Flüssigkeitsverlust ist jedoch reine Verdunstung. Werden größere Mengen Elektrolyt durch Werkstücke, Tampons oder Zubehör aus dem Bad verschleppt, gehen sowohl Flüssigkeit als auch gelöstes Gold verloren. Solche Verluste müssen bei der Badpflege berücksichtigt werden.
Goldverluste durch Verschleppung vermeiden
Bei der Badgalvanik sollten beschichtete Werkstücke über dem Bad ausreiche
Signalwort Gefahr
Gefahrenhinweis(e)
H302 Gesundheitsschädlich beim Verschlucken.
H313 Kann bei Berührung mit der Haut gesundheitsschädlich sein.
H317 Kann allergische Hautreaktionen hervorrufen.
Sicherheitshinweis(e)
P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dämpfen/Aerosol vermeiden.
P305 + P351 + P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten
lang behutsam mit Wasser spülen. Entfernen, Kontaktlinsen, falls vorhanden und leicht durchzuführen. Fahren Sie mit
dem Spülen fort.