Nickel Strike - Haftnickel
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Produktinformationen "Nickel Strike - Haftnickel"
Nickel-Strike macht Stähle und Edelstähle galvanisierfähig
Nickel-Strike (auch Schlagnickel oder Anschlagnickel genannt) ist ein essenzieller Prozess in der modernen Galvanotechnik. Bereits seit den 1890er-Jahren wird dieser spezielle Elektrolyt eingesetzt, um hochlegierte Stähle und Edelstähle für die Galvanisation vorzubereiten.
Der entscheidende Vorteil: Nickel-Strike entfernt störende Oxidschichten auf Metalloberflächen und sorgt so für eine optimale Haftfestigkeit galvanischer Beschichtungen – sowohl bei der Badgalvanik als auch bei der Stiftgalvanik (Tampongalvanik).
Warum ist Nickel-Strike notwendig?
Hochlegierte Metalle – insbesondere Edelstahl – bilden natürliche Oxidschichten. Diese verhindern eine stabile Verbindung zwischen Grundmaterial und Beschichtung.
Nickel-Strike löst dieses Problem:
- Entfernt Oxide und Passivschichten
- Aktiviert die Metalloberfläche
- Schafft eine haftstarke Grundschicht
Ohne diese Vorbehandlung kann es zu mangelnder Haftung, Abplatzungen oder Qualitätsverlusten kommen.
So wirkt Schlagnickel (Nickel-Strike)
Die Behandlung mit Nickel-Strike ist ein chemisch-elektrochemischer Prozess:
- Die Oberfläche wird leicht angeätzt
- Chrombestandteile werden teilweise gelöst
- Es entsteht eine mikrodünne Nickelschicht
Diese Nickelschicht fungiert als ideale Haftbasis für nachfolgende Beschichtungen wie:
- Nickel
- Kupfer
- chemische oder galvanische Schichten
Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich eine Zwischenschicht (z. B. Kupfer oder Nickel) vor der Endbeschichtung.
Anwendungsbereiche von Nickel-Strike
Das Einsatzspektrum von Nickel-Strike ist breit:
Metalle & Legierungen:
- Edelstahl (hochlegiert)
- Stähle
- Nickeloberflächen
- Buntmetalllegierungen
Kritische Legierungsbestandteile:
- Silizium
- Magnesium
- Mangan
- Blei
- Wolfram
- Titan
Weitere Anwendungen:
- Reaktivierung passivierter Nickelschichten
- Vorbereitung für galvanische und stromlose Beschichtungen
Nickel-Strike für galvanische und stromlose Verfahren
Nickel-Strike ist vielseitig einsetzbar:
- ✔ Badgalvanik
- ✔ Stiftgalvanik / Tampongalvanik
- ✔ Stromlose (chemische) Verfahren
Vorbereitung der Oberfläche
Eine gründliche Reinigung ist entscheidend:
- Entfernen von Fett und Öl (z. B. mit Alkohol)
- Beseitigung von Rost und Schmutz
- Verwendung von Einweghandschuhen (Vermeidung von Hautfetten)
Prozessparameter für Nickel-Strike
Galvanisches Verfahren (mit Netzteil)
Anoden:
- Badgalvanik: Graphit-, Nickel- oder Platinanoden
- Tampongalvanik: zusätzlich Edelstahlanoden möglich
Typische Parameter:
- Stromdichte: 8,5–25 A/dm² (bis 50 A/dm² mit Bewegung)
-
Spannung:
- Badgalvanik: ca. 2–4,6 V
- Tampongalvanik: ca. 2,5–5 V (empfohlen: ~3 V)
- Temperatur: 20–50 °C
- pH-Wert: ca. 1
- Behandlungszeit: 2–5 Minuten
- Abscheidung: ca. 0,03 µm/min
Polung beachten:
- Edelstahl: Anode (+), Werkstück (−)
- Nickel: Anode (−), Werkstück (+)
👉 Praktische Anwendung: 10–60 Sekunden behandeln, anschließend kurz spülen.
Stromloses Verfahren (ohne Netzteil)
- Temperatur: 35–50 °C
- Tauchzeit: 0,5–3 Minuten
- Danach: kurz abspülen
Bei Raumtemperatur möglich, jedoch mit längerer Behandlungszeit.
Wichtige Hinweise zur Weiterverarbeitung
Nach der Nickel-Strike-Behandlung sollte das Werkstück innerhalb von 10–30 Minuten weiterbeschichtet werden, um erneute Oxidation zu vermeiden.
Sicherheitshinweise
- Schutzbrille und Handschuhe tragen
- Dämpfe und Aerosole nicht einatmen
- Nur in gut belüfteten Bereichen arbeiten
Fazit: Warum Nickel-Strike unverzichtbar ist
Nickel-Strike ist ein Schlüsselprozess für hochwertige galvanische Beschichtungen. Es sorgt für:
- maximale Haftfestigkeit
- stabile Beschichtungsergebnisse
- zuverlässige Aktivierung schwieriger Metalloberflächen
Ohne Schlagnickel ist eine professionelle Galvanisierung von hochlegierten Werkstoffen kaum möglich.
Kennzeichnung des Gemisches:
Nickel-Strike
(enthält Salzsäure, Nickelsulfamat, Nickeldiacetat, Nickeldichlorid, Nickel(II)-sulfat)
Signalwort: Gefahr